„Der Ball ist rund“, „ein Spiel dauert 90 Minuten“, „nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ – Weisheiten wie diese waren beim Fußball lange Zeit das Maß aller Dinge. Er galt als einfaches Spiel, für das man sich zwar begeisterte, das aber nicht wirklich wichtig war. Schon gar nicht für Wissenschaftler - die schönste Nebensache der Welt eben.
Heute, mehr als 50 Jahre nach dem „Wunder von Bern“, ist alles anders. Turniere wie die Fußball-Weltmeisterschaft 2010, die vom 11. Juni bis zum 11. Juli in Südafrika stattfindet, stellen in punkto Öffentlichkeitswirksamkeit selbst Bundestagswahlen und Wirtschaftskrisen in den Schatten. Nahezu rund um die Uhr berichten die Medien über die Wehwehchen von „Schweini“, „Poldi“ und Co und informieren die Fans über jede noch so unbedeutende Kleinigkeit im deutschen Team.
Auch der Fußball selber wird längst bis ins Detail analysiert. Forscher haben mittlerweile viele Geheimnisse des Spiels enträtselt und sogar das Spielgerät einer gründlichen Inventur unterzogen – mit zum Teil überraschenden Ergebnissen. Denn der Ball ist in Wirklichkeit keineswegs rund, ein Spiel dauert auch nicht mehr 90 Minuten und der Heimvorteil ist allenfalls ein Mythos. Und noch eines scheint nach Berechnungen von Physikern schon jetzt klar: Deutschland wird Fußball-Weltmeister 2010. |