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Freitag, 10.09.2010
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Das Wichtigste in Kürze

  • Seit mehr als 500 Millionen Jahren leben Tintenfische in den Meeren unseres Planeten. Heute kennen Wissenschaftler 750 bis 1.000 verschiedene Arten. 13 davon sind auch in Nord- und Ostsee heimisch.


  • Trotz ihres Namens sind Tintenfische eigentlich gar keine Fische und müssten aufgrund ihrer engen Verwandtschaft zu Muscheln und Schnecken eigentlich Tintenschnecken genannt werden.


  • Manche Tintenfische, wie Octopusse oder Kraken, haben acht Fangarme, andere zehn – Sepien und Kalmare - wieder andere, wie Nautilus- oder Perlboot, sogar 90.


  • Anders als ihre engsten Verwandten, die Schnecken und Muscheln, verfügen die meisten Tintenfische über keine äußere Schale mehr. Nur die Nautilus-Arten schützen sich noch durch ein sich ständig vergrößerndes, verzweigtes Kammergehäuse vor Feinden.


  • Tintenfische haben drei Herzen, blaues Blut und einen geschlossenen Blutkreislauf. Mit einer besonderen Vortriebsart, dem Schwimmen nach dem Rückstoßprinzip erreichen manche Kalmararten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu drei Meter pro Sekunde.


  • Die Tintenfische besitzen Riesenaxone mit einem Durchmesser von bis zu einem Millimeter und haben sich deshalb zum Lieblingstier der Neurobiologen entwickelt. Die Wissenschaftler Alan Lloyd Hodgkin und Andrew Huxley konnten an ihnen die genauen Vorgänge bei der Erregungsleitung in und an den Nervenzellen aufdecken und erhielten dafür 1963 den Nobelpreis.


  • Tintenfische verfügen über ein hochentwickeltes Gehirn und sind deshalb viel intelligenter als beispielsweise Reptilien. Sie werden von vielen Wissenschaftlern auch als die „Weisen der Meere“ unter den wirbellosen Tieren bezeichnet.


  • Viele Tintenfische sind Meister im Tarnen und Täuschen und können sich durch Farb- und Formwechsel perfekt an die Umgebung anpassen. Sie lernen aber auch schnell und können viele Probleme, die ihnen Verhaltensforscher aufgeben, mit Bravour lösen.


  • Der größte unter den Tintenfischen ist der Riesenkalmar. Nachgewiesenermaßen erreicht er eine Länge von knapp 20 Metern und ein Gewicht von rund einer Tonne. Trotz zahlreicher Experimente mit Tauchrobotern und auf Pottwalen angebrachten Kameras hat ihn noch kein Wissenschaftler in seinem natürlichen Lebensraum beobachten können. Man weiß deshalb nur wenig über das Verhalten und die Fähigkeiten des Riesenkalmars.

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