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| Medientipp - Medizin/Genetik |
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Robert Koch
Seuchenjäger und Nobelpreisträger
von Johannes W. Grüntzig und Heinz Mehlhorn
Gebunden, 1096 Seiten
Spektrum Akademischer Verlag, 2010
Preis: € 99,95
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Am 27. Mai 2010 jährte sich der 100. Todestag des deutschen Arztes und Mikrobiologen Robert Koch. Er bewies, dass Bakterien bzw. parasitische Einzeller die Ursache ansteckender Krankheiten wie Cholera, Milzbrand, Tuberkulose, Pest, Malaria und Schlafkrankheit sind, und begründete so die moderne Bakteriologie, die Klinische Infektiologie und zum Teil auch die Tropenmedizin.
Johannes W. Grüntzig, Professor für Augenheilkunde und passionierter Medizinhistoriker, sowie Heinz Mehlhorn, Professor für Parasitologie, schlagen in dieser profunden Biografie den Bogen von den Pest-Epidemien des 14. Jh. bis hin zum Zeitalter der deutschen Kolonien, in dem Robert Koch die wissenschaftliche Weltbühne betritt. Seine bahnbrechenden Forschungen und seine gefahrvollen Expeditionen nach Ägypten, Indien, Neuguinea und Afrika werden mit erstmals veröffentlichten Quellen, Auszügen aus Privatbriefen und zahlreichen farbigen Bildern dokumentiert. So entsteht ein lebendiges Zeitzeugnis zum Leben von Robert Koch, das auch die Reaktionen des bigotten gesellschaftlichen Milieus Berlins auf Kochs zweite Ehe mit einer deutlich jüngeren Frau nicht ausblendet.
Erstmals wird hier auch die Biografie von Hedwig Koch-Freiberg geschrieben, einer starken, emanzipierten Frau an der Seite Robert Kochs, die ihn forderte und förderte. Seine späte Anerkennung als Wohltäter der Menschheit , die Verleihung des Nobelpreises 1905 sowie das heutige Wirken des Robert Koch-Instituts in Berlin ehren sein Lebenswerk. Das Buch schließt mit einer Chronik der Erforschung von rätselhaften Prionenkrankheiten und einem Diskurs über den Medienhype zur Schweinegrippe. Am Ende einiger Kapitel sind in Wissen kompakt -Boxen Zusatzinformationen in lexikalischer Form beigefügt, darunter auch ein Beitrag von renommierten Mitarbeitern des Robert Koch-Instituts zur Evolution menschlicher Seuchenerreger.
Diese spannende Biografie eines der bedeutendsten deutschen Wissenschaftler wird jeden faszinieren, der an der Geschichte der Medizin, am Zeitalter der deutschen Kolonien, aber auch an der Frauenbewegung, an Ethnologie, Tropen- und Seuchenmedizin sowie an den verheerenden Auswirkungen der Pandemien und deren Bekämpfung interessiert ist.
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| Medientipp - Unterhaltsames Wissen |
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Heureka
Evidenzkriterien in den Wissenschaften
von Eva-Maria Engelen, Christian Fleischhack, C. Giovanni Galizia, Katharina Landfester
Taschenbuch, 264 Seiten
Spektrum Akademischer Verlag, 2010
Preis: € 24,95
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"Heureka (ich habe gefunden)" soll Archimedes gerufen haben, als er in der Badewanne lag und sah, wie sein Körper das Wasser verdrängte. Unvermittelt war ihm der Zusammenhang klar, er hatte das Auftriebsgesetz verstanden, was ihm dazu verhalf, den Goldgehalt der Krone des Tyrannen zu bestimmen. Er entstieg der Wanne, rannte nackt durch die Straßen von Syrakus und rief weiterhin ich habe gefunden!
Viele ähnliche Ereignisse werden in der Wissenschaftsgeschichte erzählt, vor allem die spektakulären. Was also macht das Heurekaerlebnis aus? Wie viel und welche Evidenz ist nötig, damit wir von einem Inhalt überzeugt sind? Gibt es unterschiedliche Grade der Überzeugung bei der eigenen Arbeit oder des Überzeugens bei der mündlichen und der schriftlichen Vermittlung? Diesen und weiteren Fragen rund um "Heureka" widmet sich dieses Buch.
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