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Freitag, 03.09.2010
Bier ist gut für die Knochen
Helle und hopfenreiche Biersorten sind eine reiche Quelle für Kieselsäure
Das wird die Biertrinker freuen: Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Gerstensaft gut für die Knochen ist. Denn er liefert Silizium in Form der Orthokieselsäure - wichtige Mineralien, die der Körper für den Knochenaufbau benötigt. Weil der Siliziumgehalt von Braumethode und Rohstoffen abhängt, sind einige Biersorten in dieser Hinsicht allerdings besser als andere.

Bier
Bier
© Scott Bauer/USDA Bier
Bier enthält Silizium in seiner löslichen Form, als Orthokieselsäure. Sie ist zu immerhin 50 Prozent vom Körper nutzbar und hat damit eine hohe Bioverfügbarkeit. Bisher ist allerdings noch nie untersucht worden, welche Faktoren den Kieselsäuregehalt des Gerstensafts beeinflussen und welche Biersorten mehr oder weniger davon enthalten. Das haben nun Forscher der Universität von Kalifornien in Davis nachgeholt. Die Wissenschaftler um Charles Bamforth untersuchten für ihre Studie Proben von verschiedenen Bierrohstoffen, darunter Gerste und Hopfen sowie Brauhilfsstoffe wie Silikagel als Stabilisator und Kieselerde als Filtermittel.

100 Biersorten getestet
„Die Faktoren beim Brauen, die die Silikatgehalte beeinflussen sind bisher nie intensiv untersucht worden”, erklärt Bamforth. „Wir haben eine breite Palette von Biersorten daraufhin analysiert und auch den Einfluss der Rohstoffe und des Brauprozesses auf die Silikatmengen im Bier.“
Das Ergebnis: Die Schwankungsbreite im Orthokieselsäuregehalt war in den 100 getesteten kommerziellen Biersorten sehr groß: Die Konzentrationen variierten zwischen 6,4 und 56,5 Milligramm pro Liter. Ursache für diese Unterschiede, so stellten die Forscher fest, sind zum einen das rösten des Malzes und zum anderen der Hopfengehalt.

Helle Biere reicher an Kieselsäure
Gerste ist der wichtigste Rohstoff des Bieres und auch der wichtigste Siliziumlieferant. Das Silizium sitzt hier in der Schale. Hellere Biere gehen auf nur leicht geröstetes Gerstenmalz zurück, deshalb wurden die Siliziumverbindungen weniger Hitzestress ausgesetzt und bleiben besser erhalten. Dunklere Biere dagegen, die aus stark geröstetem Malz bestehen, enthalten sehr viele weniger Silizium.

Viel Hopfen, viel Silizium
Auch der Hopfen ist ein wichtiger Siliziumlieferant, er enthält sogar vier Mal mehr davon als die Gerste. Stark hopfenhaltige Biere sind daher auch reicher an Orthokieselsäure. „Biere mit hohen Konzentrationen von gemälzter Gerste und Hopfen sind am silikatreichsten”, erklärt Bamforth. „Weizen enthält weniger Silizium als Gerste, weil dieses vor allem in der Hülle sitzt. Obwohl das meiste Silizium beim Mälzen in der Schale bleibt, werden doch signifikante Anteile davon als Würze extrahiert und verbleiben damit im Bier.“
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